Tantramassage für die Frau
Eine Tantramassage ist eine Reise zu Dir, zu Deiner Selbstakzeptanz und Deiner
Selbstliebe. Es ist ein Reise des Loslassens, der Hingabe und des Fließens. Du bist angenommen so wie Du bist in diesem Moment. Du kannst Dich vertrauensvoll in die
Hände einer erfahrenen Masseurin oder Masseurs begeben und Dich ganz auf Dein individuelles Erleben einlassen. Es darf sich alles an Gefühlen zeigen, Ängste und
Verletzungen haben genauso Raum, wie lustvolle, ekstatische Gefühle. Grenzen dürfen sich zeigen und angeschaut werden. Je tiefer Du in Kontakt mit Deinem Körperbewußtsein kommst, umso mehr entsteht
Lebendigkeit und Handlungsfähigkeit. Du bist in der Lage alte Muster zu verabschieden. Dein Körper gehört Dir und wartet
darauf von Dir bewohnt zu werden. So entsteht Selbstermächtigung Deiner Weiblichkeit. Das ist ein kraftvolles und
glückliches Gefühl, wenn Du bei Dir gelandet bist. Du kannst jederzeit mitteilen, was Du Dir wünschst und was nicht. Wie
weit und tief eine Yonimassage geht, bestimmst du selbst. Es gibt Zeit, eine wohltuende und wohlriechende Umgebung und
die volle Präsenz für Dich. Du wirst liebevoll und mitfühlend begleitet und dabei unterstützt Dein Innerstes zu erkunden.
Yonimassage
Yoni ist ein Wort aus dem Indischen (Sanskrit) und kann als Vulva, Schoß, Ursprung oder Quelle übersetzt werden. Mit Yoni ist der ganze weibliche
Genitalbereich gemeint . Yoni kündet von einer Kultur und Religion, in der die Frauen als Verkörperung göttlicher Energie angesehen und geehrt wurden.
Eingebettet in eine ausgiebige, harmonisierende Massage des ganzen Körpers erlebst Du die Yonimassage. Dabei wird die Verbindung der Yoni zum Herzen
unterstützt. Du wirst liebevoll und achtsam gehalten, verwöhnt und begleitet. Der gesamte Außen- und Innenbereich der Yoni, sowie der Bereich des G
-Punkts werden achtsam berührt und angeregt. Die Massage kann für Dich eine vielseitige Forschungs- und Erlebnisreise sein, die alles anklingen kann,
was Du als Frau mitbringst. Als Empfangende bestimmst Du selbst, wie tiefgehend Deine Massage sein soll.
Die Yoni ist ihrem Wesen nach ein aufnehmendes, empfangendes Organ. So kann sie sowohl schöne als auch
negative Energien in sich aufnehmen und sammeln. Während der Massage zeigen sich neben vielfältigen genüsslichen oder unbekannten Empfindungen gelegentlich auch emotionale und körperliche Verletzungen. In
dem geborgenen Rahmen der Tantramassage wirst Du mit allem achtsam und liebevoll berührt und gehalten. Hier ist es willkommen, die eigenen Emotionen zuzulassen. Auch Gefühle wie Schmerz und Trauer dürfen
sich zeigen und gefühlt werden. Dieses Erleben ermöglicht es schließlich, in der eigenen Weiblichkeit aufzugehen und zu entspannen. Freude, Glück und Lebendigkeit können so zur vollen Entfaltung kommen.
Die Empfindungen, die möglicherweise während oder auch noch einige Tage nach einer Yonimassage auftauchen, sind von Frau zu Frau sehr unterschiedlich. Von Angst über Wolllust, Berührt-Sein, Ruhe oder
Gleichgültigkeit, Wut bis Freude kann alles auftauchen. Alles ist gut. Es geht dabei nicht um Erwartung oder
Verurteilung, sondern um das Wahrnehmen und Beobachten Deiner Gefühle. Sich als Frau für die eigenen inneren Empfindungen mehr und mehr zu
öffnen und sich Ihnen hingeben zu können, ebnet den Weg für die wahre Natur des Weiblichen: Pure, grenzenlose Liebe.
Yoni-Erweckung
Die Yoni-Erweckung ist eine Massage für Frauen, die Blockaden in Ihrer Sexualität aufarbeiten und ihr Lustempfinden intensivieren möchten
Einschränkungen in der Empfindsamkeit der Yoni können durch Übergriffe in der frühen Kindheit oder auch
später z.B. durch Vergewaltigung, Unfälle oder andere traumatisierende Erlebnisse entstanden sein. Das Lustempfinden wird abgespalten und in das Unterbewusstsein verdrängt. Die Lust wird entweder gar nicht
mehr oder nur noch sehr eingeschränkt empfunden. Die Verbindung von Lust und Herz ist unterbrochen und
beeinträchtigt die körperliche Liebe und Selbstliebe. Ist sie mit Schuld und Scham besetzt kann sie sich auch in einem unnatürlichem Ausdruck ihren Weg bahnen, z.B. wenn Lust durch Schmerz oder Demütigung
hervorgerufen wird. Die Selbstbestimmung im sexuellen Ausdruck ist verloren gegangen und oft gepaart mit
Unsicherheit und Sprachlosigkeit. Jede Frau ist mehr oder weniger davon betroffen. Es ist möglich und liegt nahe, Bewusstsein in den Schmerz und die Trauer zu bringen und diese Gefühle ans Licht zu holen und
umzuwandeln in Berührbarkeit, Anteilnahme, Wertschätzung, Lebensfreude und Lebendigkeit.
In der Yoni-Erweckung ist das Vorgespräch besonders wichtig. Es ist die Voraussetzung in aller Behutsamkeit die eigenen Grenzen auszuloten. Es folgt
dann die achtsame Berührung und es wird immer wieder innegehalten um hinzuspüren was gerade passiert. Es geht zuerst einmal darum in die
Wahrnehmung für den Körper zu kommen und dabei die Gefühle zu beobachten. In einem geschützten Rahmen gehalten und gesehen zu sein ist die
Voraussetzung sich allen Körperregionen, der Yoni, der eigenen Lust anzunähren. Es können dabei allerlei Empfindungen und Bilder auftauchen. Es ist eine Reise in die Tiefe der Weiblichkeit.
Wie weit die Yonimassage geht bleibt offen. Der Beginn der Yonimassage kann erstmal darin bestehen, die Nachbarschaft wie den Bauch, die Brüste, die
Innenschenkel zu erwecken, behutsam den Außenbereich spürbar zu machen und wenn es stimmig ist auch den Innenbereich. Jede Frau bestimmt selbst,
wie weit es gehen soll. Es geht mehr um die Reise als um das Ziel. Die Verbindung zum Herzen wird durch Ausstreichungen unterstützt.
Es empfiehlt sich mehrere auf einander aufbauende Massagen zu empfangen, sich Zeit zu lassen und dranzubleiben.
Beckenbodenmassage
Der Bereich des Beckenbodens ist für das Wohlbefinden des Menschen grundlegend, da sich hier im Zentrum des Körpers
wesentliche Muskelstränge, Nerven- und Blutbahnen kreuzen. Diesem Bereich wird durch seine zwiespältige Assoziation mit
Sexualität und Lust einerseits sowie Ausscheidung andererseits kaum Bedeutung geschenkt. Der Wert der
Beckenbodenmassage liegt darin, diese kraftvolle Körperregion neu zu beleben und ihre Verbindungen – unter anderem zum Herzen, zu den Sexualorganen, zur Wirbelsäule - zu stärken.
Entspannung und Lebendigkeit in diesem Bereich sind für eine erfüllende Sexualität sehr förderlich und tragen viel zur
eigenen Libido und Lebensfreude bei. Regelmäßig angewendet kannst Du Dich durch diese Massage zunehmend in Deiner körperlichen Mitte verankern und dich dort mehr und mehr Zuhause fühlen.
Die Massage lässt sich sowohl im Außenbereich rund um den Po, die Pobacken und das Perineum, als auch an der Rosette und durch den Anus durchführen.
G-Punkt
Der G-Punkt wurde nach der Abkürzung des deutschen Arztes Gräfenberg benannt. Es handelt sich hierbei
eher um eine Fläche, als einen Punkt. Diese Fläche liegt in der Yoni an der bauchzugewandeten Seite hinter dem Schambein. Der G-Punkt lässt sich als geriffeltes Gewebe ertasten und liegt bei jeder Frau
unterschiedlich tief in der Yoni. Über die achtsame, sanfte, mitfühlende Massage des G-Punktes lassen sich
emotionale Blockaden lösen, die aus negativen sexuellen Erlebnissen entstanden sind. Diese Blockaden sind es,
die den G-Punkt oftmals taub, brennend oder schmerzhaft werden lassen. Durch die liebevolle Massage kann
allmählich ein entspanntes, lustvolles Gefühl am G-Punkt entstehen. Der Beckennerv steht mit der Harnröhre, dem G-Punkt, der Blase, der Gebärmutter und den beiden hinteren Dritteln des PC-Muskels in Verbindung.
Der Beckennerv ist für eine tiefe emotionale Erfahrung eines G-Punkt Orgasmus verantwortlich. Der G-Punkt wird auch die weibliche Prostata genannt.
Weibliche Ejakulation
Das Wissen um die weibliche Ejakulation ist keineswegs neu. Aus den Zeugnissen vieler Kulturen rund um den Erdball geht hervor, das sie die weibliche
Ejakulation als vollkommen normal, natürlich, sogar als heilig oder heilkräftig betrachteten. Über die Stimulation des G-Punkts durch ausgiebiges massieren
, drücken oder reiben kann der G-Punkt stark anschwellen. Die Oberfläche fühlt sich dann ganz glatt an. Der Bereich ist mit einer farblosen, wässrigen
Flüssigkeit gefüllt, dem weiblichen Ejakulat. In Phasen großer Lust kann es sich ständig erneuern. Die Stimulation ist äußerst lustvoll. Es kann ein Gefühl
entstehen, urinieren zu müssen. Durch abwechselnde Entspannung und leichtes Pressen lässt sich das Ejakulat ausstoßen. Es erfordert Zeit, körperliche
Empfindungen neu zu deuten und eine neue innere Wahrnehmung aufzubauen. So lässt sich das Gefühl des Harndrangs und des Ejakulierens unterscheiden
. Wenn Sie ein Gespür für den Weg der Ejakulationsflüssigkeit in Ihrem Körper entwickeln, wissen Sie auch die Zeichen für das nahende Überfließen zu
deuten. Das Ejakulieren kommt aus einer tiefen Entspannung und Loslassen. Es geht hier auch um die Experimentierfreude sich in weiteren weiblichen
Aspekten der Lust zu erleben. Mit oder ohne Ejakulation ist eine G-Punkt-Massage intensiv und kann das orgiastische Erleben steigern.
Der weibliche Orgasmus
Die Welt der weiblichen Orgasmen ist sehr komplex und jede Frau ist darin vielfältig und einzigartig. Es gibt
den klitoralen, vaginalen und uterinen Orgasmus der Frau und Mischformen davon. Der klitorale Orgasmus wird durch Stimulation der Klitoris hervorgerufen. Ihn begleiten unwillkürliche, rhythmische Kontraktionen
des PC-Muskels und er ist nicht von einer Penetration abhängig. Multiple Orgasmen tauchen vor allem bei dieser Art des Höhepunkts auf. Der uterine Orgasmus wird durch tiefe, schnelle Stöße erreicht, welche den
Muttermund erschüttern. Dies wiederum stimuliert eine große empfindliche Membran, die die Organe im Bauchraum und im Becken schützt (das Bauchfell), und damit auch die Gebärmutter (Uterus). Ein uteriner
Orgasmus kommt normalerweise beim sexuellen Akt nur einmal und er ist zutiefst befriedigend. Dieser Orgasmus wird als tiefe emotionale Erfahrung erlebt. Der kombinierte Orgasmus weist Elemente des klitoralen
und uterinen Höhepunktes auf. Diese Form wird vaginaler oder G-Punkt Orgasmus genannt. Dabei kommt es
zu rhythmischen Kontraktionen des PC-Muskels wie beim klitoralen Orgasmus. Dazu kommt auch die tiefere, emotionale Befriedigung des uterinen
Orgasmus. Beim G-Punkt Orgasmus kann es zu multiplen Orgasmen kommen, andrerseits gibt es auch das Gefühl, das einmal genug ist.
(Ausführlich nachzulesen in dem Buch weibliche Ejakulation und der G-Punkt von Deborah Sundahl)
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